Was ist die Deutsche Content Allianz (DCA)? Was hat sie mit der GEMA zu tun?

Die Deutsche Content Allianz ist eine Interessengemeinschaft der Medien in der digitalen Welt. Gegründet wurde die DCA im Jahr 2009. Die GEMA ist Teil dieser Interessengemeinschaft.

Aus was besteht die Deutsche Content Allianz?

Sie besteht neben der GEMA noch aus der ARD und dem ZDF, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels, dem Bundesverband Musikindustrie, der Produzentenallianz, der SPIO (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft), dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und dem Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und dem Verband Privater Medien (VAUNET). Somit sind die meisten großen Medienverbände in der Deutschen Content Allianz vertreten.

Welche Ziele verfolgt die Deutsche Content Allianz?

Zunächst wollen die einzelnen Verbände und anderen Vertretenen der Deutschen Content Allianz die Kultur- und Medienpolitik in Deutschland in den Vordergrund rücken. So sollen die wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen für Medien verbessert werden. Mit gebündelter Kraft ist das besser zu erreichen, als wenn die einzelnen Verbände und Gemeinschaften einzeln versuchen, ihren Interessen in Politik und Gesellschaft Geltung zu verschaffen. So soll das Urheberrecht in Europa reformiert werden und für Zeitungen und Zeitschriften genauso geregelt werden wie im Buchhandel und in der Film- und Musikindustrie. Ein anderes Anliegen ist, dass die Bedeutung der Inhalte der Medien so stärker wahrzunehmen ist. Weiter sollen auf den Online-Plattformen die Schöpfer der Werke einen größeren Anteil von dem erhalten, was durch die kommerzielle Nutzung der Inhalte erwirtschaftet wird.

Kritik an der DCA gibt es dafür, dass es auch noch weitere Kreativ-Schaffende gibt, die dort nicht vertreten sind. Diese gehen etwas unter, weil ihre Interessen eher weniger Aufmerksamkeit erhalten.

Was hat die DCA bereits erreicht?

Die Deutsche Content Allianz schaffte es bislang, die Interessen der verschiedenen Medienverbände ein Stück weit zu bündeln und etwa Journalisten, Musikern und Autoren eine große Plattform zu bieten. Die Politik nimmt die Interessen stärker wahr und pflegt nun einen intensiveren Austausch mit Kulturschaffenden. Regeländerungen hat es bislang allerdings noch nicht gegeben.