Fingierte Berufsunfähigkeit bei der Berufsunfähigkeitsversicherung – Ab wann eine dauerhafte Berufsunfähigkeit vorliegt 2018-06-25T01:30:56+00:00

Fingierte Berufsunfähigkeit bei der Berufsunfähigkeitsversicherung – Ab wann eine dauerhafte Berufsunfähigkeit vorliegt

Verletzungen, psychische Belastungen oder andere körperliche Erkrankungen führen dazu, dass sich viele Arbeitnehmer über Monate hinweg mit der gleichen (chronischen) Krankheit quälen. Sie werden immer wieder krankgeschrieben und erleben eine scheinbar endlose Odyssee. In solch einem Fall ist es für jeden Arbeitnehmer wichtig zu wissen, ab welchem Zeitpunkt eine Leistung aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung – wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsrente – zumindest die finanziellen Sorgen nehmen könnte.

Nur die dauerhafte Berufsunfähigkeit „zählt“ für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Problem ist jedoch, dass im Regelfall nur eine dauerhafte Berufsunfähigkeit zu einem Anspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung gegen den Versicherer führt.

In den meisten Fällen tritt eine dauerhafte Berufsunfähigkeit jedoch schleichend ein. Eine anfänglich unbedenkliche Sportverletzung kann sich nach einiger Zeit als eine chronische Verletzung herausstellen, und die Ausübung des Berufs unerträglich machen. Zunächst unbedenkliche Symptome können sich als schwerwiegende Krankheiten herausstellen. Daher ist es für den Arzt schwierig, eine Prognose zu treffen, ab wann der Versicherte nicht nur arbeitsunfähig ist, sondern an einer dauerhaften Berufsunfähigkeit leidet. Für den Versicherten kann das „Warten“ auf eine endgültige Diagnose dagegen eine starke psychisch Belastungen darstellen.

6-Monats-Fiktion: Die fingierte Berufsunfähigkeit hilft weiter

Neuere und für den Arbeitnehmer vorteilhaftere Versicherungen sehen daher in ihren Vertragsbedingungen vor, dass eine Berufsunfähigkeit schon dann vorliegen soll, wenn der Versicherte nachweisen kann, dass er sechs Monate lang ununterbrochen gesundheitsbedingt vollständig oder teilweise außerstande war, seinen Beruf oder eine Vergleichstätigkeit auszuführen und dieser Zustand andauert. Durch diese 6-Monats-Fiktion kann dann die Prognose der Dauerhaftigkeit der Berufsunfähigkeit ersetzt werden.

Beachten Sie jedoch, dass in vielen Fällen eine Leistungspflicht des Versicherers erst mit Ablauf der sechs Monate in den Vertragsbedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung vorgesehen ist. Das Problem ist häufig die Überbrückung dieser Zwischenzeit. Insbesondere wenn vermehrt Kosten für Kuren und Zusatzbehandlungen anfallen, die von der Krankenversicherung nicht übernommen werden, ist der Versicherte auf die Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung angewiesen.

Unser Tipp: Achten Sie bei Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung darauf, dass ihr Vertrag eine 6-Monats-Fiktion beinhaltet und auch eine rückwirkende Auszahlung von Beginn an vorgesehen ist.

Lassen Sie sich nicht um Ihren Anspruch bringen – Hilfe vom Rechtsanwalt

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich viele Versicherte vorschnell mit der Antwort Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung abfinden. Nach einem langen Leidensweg von Krankheit, Ärger mit dem Arbeitgeber und ständigen Arztbesuchen ist es verständlich, dass man auf zusätzlichen Ärger mit der „eigenen“ Versicherung verzichten kann und will. Doch dadurch könnten Ihnen wertvolle Ansprüche verloren gehen, die Ihnen zustehen. Scheuen Sie sich deshalb nicht davor, sich anwaltliche Hilfe an die Seite zu holen, denn es geht um die Absicherung Ihrer Zukunft.

Vielfach konnten wir bereits erfolgreich Ansprüche unserer Mandanten gegen die Versicherung verteidigen. Profitieren auch Sie von unseren Erfahrungen. Gerne berät Sie Rechtsanwalt Dr. Alexander Lang, unser Fachanwalt für Versicherungsrecht. Vereinbaren Sie dazu einen Termin mit unserem Sekretariat. Rufen Sie uns hierzu unter der Telefonnr. 0931 22222 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Sie können auch gerne unseren kostenlosen „Rückruf-Service“ nutzen.

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