LG Würzburg nimmt Versicherungen in die Pflicht

Gerade im Rahmen von privaten Krankenversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen neigen die Versicherungsunternehmen dazu, im Leistungsfalle unter einem Vorwand den Versicherungsvertrag anzufechten oder trotz klarem Vorliegen der Leistungsvoraussetzungen einfach abzulehnen oder das Verfahren immer weiter in die Länge zu ziehen.

Zwei Urteile für die Versicherten

Dem hat das Landgericht Würzburg nun in zwei aktuellen Entscheidungen einen Riegel vorgeschoben. Mit Urteil vom 25.10.2019 (Aktenzeichen 21 O 961/19 Ver) entschied das Landgericht, dass eine Versicherung dann nicht anfechten kann, wenn ihr eigener Versicherungsagent falsche Eintragungen in das Antragsformular gemacht hat. Obwohl dies eigentlich selbstverständlich sein sollte, hat die ARAG Krankenversicherung erst eine Klarstellung in einem Urteil benötigt. Vorher wollte sie eine private Krankenversicherung anfechten und den Versicherungsnehmer ohne Krankenversicherungsschutz im Regen stehen lassen.

Im Urteil vom 05.11.2019 (Aktenzeichen 22 O 280/17 Ver) lag offensichtlich eine Berufsunfähigkeit wegen Burnout vor. Die Aachen Münchener Lebensversicherung weigerte sich dennoch, die Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu erbringen. Auch nachdem mehrere Gutachten klar ergeben haben, dass sie zur Leistung verpflichtet ist, versuchte sich die Versicherung noch mit einem Vergleich billig aus der Affäre zu ziehen. Im Urteil wird mit klaren Worten dargelegt, dass die Versicherung vollumfänglich zur Zahlung verpflichtet ist.

Einsatz für Ihre Rechte

Rechtsanwalt Dr. Alexander Lang vertritt seit langem und mit großem Einsatz die Versicherten. Mit diesen beiden von ihm erstrittenen Urteilen hat sich wieder einmal gezeigt, dass ein erfahrener Rechtsanwalt notwendig ist, um seine Rechte gegenüber den Versicherungen durchzusetzen. Sollten Sie auch Unterstützung benötigen, erreichen Sie uns unter 0931 22222 oder info@steinbock-partner.de.

2020-02-23T13:54:19+01:00

Steinbock und Partner