Auffahrunfall

Vorn wird gebremst und hinten kracht‘s -

Ihr Recht, wenn‘s kracht – Wer hat Schuld beim Auffahrunfall?

Egal, ob sie Vorder- oder Hintermann des Auffahrunfalls sind. Wir vertreten sie gerne und helfen Ihnen Ihren Schaden zu regulieren!

Die Chance, nach einem Auffahrunfall als Hintermann Geld für den eigenen Frontschaden zu bekommen, ist gar nicht klein. Wichtig ist, warum der Vordermann gebremst hat. Ohne Grund bekommt man oft eine Mitschuld.

Wir prüfen Ihre Chancen. Nicht in jedem Fall gilt der Anscheinsbeweis. Dieser ist die grundsätzliche Vermutung, dass das Verschulden für den Auffahrunfall in der Regel beim auffahrenden Fahrzeugführer liegt, da dieser den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat und somit nicht die im Straßenverkehr erforderliche Sorgfalt hat walten lassen. Auch deshalb sollten sie auch bei einem Heckschaden einen Rechtsanwalt zur Regulierung Ihres Schadens beauftragen. Denn sonst besteht die Chance, dass die Versicherung des auffahrenden sie mit zu kleinen Summen „abspeist“.

Die alte Regel „Wenn’s hinten kracht, gibt’s vorne Geld“ gilt nicht immer. Von einem Haftungsautomatismus kann keine Rede sein. Es hängt immer vom Einzelfall des Unfallhergangs ab und davon, ob die Unfallursache bewiesen werden kann. Der Anscheinsbeweis ist nicht immer ein Vorteil für den Vordermann. Genauso wenig ist es ein ständiger Nachteil für den Hintermann.

Hier einige Beispiele:

So verurteile das LG Mönchengladbach den Vordermann des Auffahrunfalls, da dieser sich vor einen Schleicher setzte und ihn vor Wut ausbremste. Dabei kam es zum Unfall. Grund der Verurteilung: Der Kläger hat die Gefahrensituation selbst herbeigeführt. (Az. 5 S 86/01)

Ähnlich hat auch der BGH am 13.12.2011 (Az. VI ZR 177/10) entschieden: der Anscheinsbeweis bei Auffahrunfällen auf Autobahnen ist in der Regel dann zu verneinen, wenn unstreitig vor dem Unfall ein Spurwechsel des vorausfahrenden Fahrzeugs stattgefunden hat, der Sachverhalt im Übrigen aber nicht aufklärbar ist. Hier ist in Regelfällen eine hälftige Schadensteilung vorzunehmen.

Das Kammergericht Berlin entschied hingegen am 22.01.2001 (Az. 22 U 1044/00), dass der so genannte Beweis des ersten Anscheins dafür spricht, dass den Auffahrenden das alleinige Verschulden an einem Auffahrunfall trifft. Dem Auffahrenden obliegt die uneingeschränkte Beweislast für die Möglichkeit eines anderen Unfallhergangs und damit für den hier vom Auffahrenden behaupteten Spurwechsel des Vorausfahrenden.

Fazit: Derjenige, der mit seinem Fahrzeug auf ein vor ihm fahrendes Fahrzeug auffährt, trägt nicht automatisch die Alleinschuld. Er hat wenigstens die Chance, dass er die Hälfte seines Schadens ersetzt bekommt und er kein Schmerzensgeld zahlen muss. Jedoch gilt auch: derjenige, auf dessen Fahrzeug aufgefahren wird, bekommt nicht automatisch seinen gesamten Schaden ersetzt. Das Gebiet des Auffahrunfalls ist, wie Sie sehen konnten sehr Rechtsprechungsgeprägt und von einem rechtlichen Laien nur sehr schwer durchschaubar.

Aus diesem Grund ist es unabdingbar, nach einem Auffahrunfall einen Rechtsanwalt zu beauftragen – egal ob vorder- oder Hintermann!

Hier noch ein paar Tipps die Sie bei jedem Auffahrunfall beachten sollten:

  1. Niemals einen Unfall selbst regulieren, das bringt Sie möglicherweise um Ansprüche die Ihnen zustehen.
  2. Lassen sie niemals durch eine Werkstatt Ihren Unfall regulieren, auch das bringt Sie möglicherweise um Ansprüche die Ihnen zustehen.
  3. Nicht sich selbst mit der gegnerischen Versicherung in Verbindung für die Regulierung setzen, diese bringt sie sehr wahrscheinlich um Ansprüche die Ihnen zustehen.
  4. Niemals eine Abtretungserklärung unterzeichnen, diese schützt Sie nicht vor Regress wenn die gegnerische Versicherung nicht zahlt.

Kommen Sie daher zu uns, bevor Sie Angaben bei ihrer Versicherung machen und um Ihr Geld gebracht werden. Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem guten Recht und klären Sie umfassend über Ihre Möglichkeiten auf.