Ihr Anwalt für Strafrecht in Würzburg

Wer früh redet, sitzt oftmals länger!

Das Strafrecht wird oft als "schärfstes Schwert" des Staates bezeichnet. Dies gilt umso mehr, als dass strafrechtliche Ermittlungen jeden treffen können, gegen den ein gewisser (der Interpretation offener) Anfangsverdacht besteht. Es kann also jeder mit der Polizei oder der Staatsanwaltschaft konfrontiert werden, unanhängig davon, ob der Vorwurf berechtigt ist oder nicht. 

Insbesondere im Strafrecht sich man sich häufig schutzlos der Staaatsgewalt ausgesetzt: Polizei und Staatsanwalt die vehement ermitteln, unter Umständen die Wohung durchsuchen, Gerichte die Haftbefehle erlassen, Anklageschriften, die nach eigener Aufassung nur Belastungszeugen anstatt auch Entlastungszeugen benennen. Diese Maßnahmen greifen tief in die Freiheitsrechte des Beschuldigten ein. Von der Blutentnahme, über die Hausdurchsuchung bis hin zur Untersuchungshaft wird in die individuelle Freiheit des Beschuldigten eingegriffen.

Zwar existieren für die Ermittlungsbehörden Verhaltenspflicht, Belehrungspflichten und Beweisverbote, doch in der Praxis wird dies im Strafrecht nicht immer ganz genau genommen. Beschuldigtenrechte werden übergangen und der Beschuldigte mit kriminalistischer List zu einer Aussage gebracht. Das Befragungspersonal der Polizei ist in der Regel besonders geschult, ein Laie - auch der rhetorisch geschulte - wird selten die Oberhand behalten. Ganz gleich wie freundlich ein Polizist auftritt: er ist kein Freund, er will nur den Fall bearbeiten, das Schicksal des Beschuldigtem ist ihm oftmals egal. Abzuraten ist daher grundsätzlich davon, bereits beim ersten Zugriff durch die Polizei oder bei einer Ladung zur Polizei unvorbereitet eine Einlassung zur Sache abzugeben. Jedes Wort wird diesbezüglich auf die Goldwaage gelegt und kann gegen Sie verwendet werden.

Deswegen ist eine professionelle Vertretung im Strafrecht vom ersten Moment des Ermittlungsverfahrens unabdingbare Voraussetzung für eine effektive und erfolgreiche Verteidigung.  Nur mit professionellem Beistand ist es einem Beschuldigten möglich, die Verteidigungsstrategie auszuarbeiten und festzulegen. Einen Verteidiger oder eine Verteidigerin zu beauftragen ist im Übrigen kein Schuldeingeständnis, sondern gilt längst als übliche Praxis.